Die Geschichte von Bytèa

        Die Stadt Bytèa liegt im mittleren Bereich von Waagtalgebiet, im Tal des Flusses Waag, inmitten vom Bytèa - Becken. Vom Süden wird der Talkessel durch die Strážov - Berge und im Norden und Westen durch Javorníky geschützt.

Die erste Erwähnung Bytèas stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Jahre 1378 hat Bytèa die Vorrechte einer Landes - herrschaftlichen Stadt erhalten. Das Größte Blüte hat die Stadt am Ende des 16. und am Anfang des 17. Jahrhunderts erlebt. In dieser Zeit hat sie der Familie Thurzo gehört. Die Thurzos wurden zu den mächtigsten feudalen Adels - geschlechtern in Ungarn gezählt. Juraj Thurzo, der das Amt des ungarischen Palatinus innehatte, siedelte in Bytèa. Die Familie Thurzo ließ hier ein Schloß errichten, das zu den Schönsten der Renaissancearchitektur in der Slowakei gehört. Das Areal des Schlosses wird durch vier Gebäude gebildet - ein Kastell mit viereckigem Grundriß und einem arkadenförmigem Schloßhof im Renaissancestil; einem Hochzeitspalast, den Juraj Thurzo für Hochzeitsfestmahle seiner sieben Töchter erbauen ließ; ein ursprünglich älteres Gebäude, das im klassizistischen Stil umgebaut wurde und Eintrittsgebäude aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im Schloß fanden nicht nur opulente Hochzeiten statt, sondern hier wurde auch der Gerichtsprozeß mit den Komplizen der blutigen Gräfin aus Èachtice - Elisabeth Bathory - geführt.

Im 17. Jahrhundert gehörte die Stadt und die ganze Herrschaft über Bytèa der Familie Esterhazy. In den Zeiten von Nikolaus Esterhazy fand der Umbau der ursprünglich gotischen Kirche im Barockstil statt. Für die Beendigung des Umbaues der den Allerheiligen geweihten Kirche, hat sich der egerische Hauptpropst Ondrej Matušek, Landsmann aus Bytèa, eingesetzt. Er hat für die Kirche den Hauptaltar mit dem Bild der Allerheiligen im unteren Teil und mit dem Bild des Heiligen Andreas im oberen Teil, besorgt. Besonders kunsthistorisch wertvoll ist die Holzbarockkanzel aus dem Jahre 1690. Der letzte Umbau der Kirche wurde durch den Architekten M. Harminc in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts durchgeführt. Damals hat man ein vom Ortsbildhauer S. Bíroš erschaffenes Mosaik des Gekreuzigten an der Außenwand angebracht. Die Kirche befindet sich auf dem Stadtplatz, durch den der Fluß Petrovièka fließt. Der Stadtplatz mit den umgebenden Gäßchen bildet eine Denkmalzone.

Die Umgebung von Bytèa bietet viele Möglichkeiten für Ausflüge. Das Staatliche Naturschutzgebiet Sú¾ovské skaly (Sulov Felsen) gehört zu den schönsten und meistbesuchten Zielen. Kalkige und Trümmergesteine, Ruinen der Burg Sú¾ov, das Tierreich und edle Pflanzen locken viele Besucher. Touristisch attraktiv ist auch die Umgebung von der Burg Hrièov und Wasserfall in Hlboké. Alle Naturdenkmäler in Strážov Bergen sind durch markierte touristische Wanderwege verbunden. Das Gebirge Javorníky bietet den Liebhabern des Wintersports, der Touristik und Fahrradtouristik gute Bedingungen an. Auf dem Berg Èerenka befinden sich zwei Skilifte mit der Möglichkeit der Verpflegung und Unterkunft.
Durch die Produktionsorientierung der Industriebetriebe in der Region Bytèa wird die Umwelt nicht belastet. Die Holzproduktion, besonders Ski, Hockeystöcke und Rodel der Marke SULOV, ist von großer Tradition. In Bytèa befindet sich eine der ältesten Brauereien in der Slowakei, die das Bier der Marke POPPER - KONBIER produziert.